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Jeder fünfte Verbraucher hat Probleme bei Elektrogeräten

Berlin (dpa) - Qualmende Haartrockner und explodierende Toaster: Jeder fünfte Verbraucher hat schon mal schlechte Erfahrungen bei der Sicherheit mit Elektrogeräten gemacht.

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Berlin (dpa) - Qualmende Haartrockner und explodierende Toaster: Jeder fünfte Verbraucher hat schon mal schlechte Erfahrungen bei der Sicherheit mit Elektrogeräten gemacht.

Deutschland verfüge zwar nach Einschätzung des Verbands der Elektrotechnik VDE über ein hohes Sicherheitsniveau mit sehr niedrigen Unfallzahlen, dennoch werden immer wieder Fälle von nicht funktionierenden Produkten bekannt. Betroffen seien vor allem Geräte, die mit Wärme zu tun haben wie Waschmaschinen, Backöfen oder elektrische Kleingeräte. Das geht aus einer repräsentativen VDE-Befragung unter 1000 Verbrauchern hervor, deren Ergebnisse am Mittwoch (23. Juni) in Berlin vorgestellt wurde.

Besonders bedenklich: Bei elektronischen Kinderspielzeug legen nur etwa 17 Prozent der Verbraucher Wert auf Sicherheit. Zugleich würden auch nur 20 Prozent aller Spielzeugprodukte auf dem deutschen Markt von unabhängigen Testern geprüft. «So kommt es immer noch zu vermeidbaren Unfällen», sagte der Vorsitzende der VDE-Geschäftsführung, Wilfried Jäger.

Für gut zwei Drittel der Bundesbürger spielen aber generell die Sicherheitskennzeichnungen auf den Elektrogeräten bei der Kaufentscheidung eine wichtige Rolle. Etwa vier von zehn Befragten achteten sogar vor allem sogar auf das Gütesiegel des VDE. Den Aussagen eines Verkäufers glaube hingegen nur jeder Zehnte. Und dass ein Produkt vom Markenhersteller stammt, sei nur für jeden Fünften ein Kaufargument, wenn es um die Sicherheit geht.

Dennoch sieht der VDE noch Aufklärungsbedarf: Zwar wüsste knapp die Hälfte der Bundesbürger, dass es sich beim VDE-Zeichen um ein Gütesiegel einer neutralen Prüfinstitution handelt. Ein Drittel glaube aber, dass auch die CE-Kennzeichen von einer neutralen Instanz vergeben werden. Dies sei aber ein Siegel, das sich die Hersteller selbst vergeben. Damit machten sie deutlich zwar, dass sie die europäischen Richtlinien einhalten. Unabhängig überprüft werde das aber nicht.

Dem Verband zufolge, der auch sein 90-jähriges Bestehen feiert, stehen die VDE-Gütezeichen im Ausland hoch im Kurs. Vor allem asiatische Hersteller ließen ihre Produkte verstärkt durch das VDE-Prüfinstitut auf Übereinstimmung mit den hohen deutschen Sicherheitsnormen testen. China sei mittlerweile zweitgrößter Kunde. Rund um den Globus überwachen die VDE-Experten derzeit mehr als 7000 Produktionsstätten. Rund 100 000 Geräte unterziehen die unabhängigen Prüfingenieure des Verbands jährlich einem Härtetest bevor sie das Gütesiegel vergeben.


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